Seit Jahren zieht es mich immer wieder nach Kalkutta. Ich reise regelmäßig nach Indien und versuche, das Land jedes Jahr erneut zu besuchen. Doch in diesem Jahr habe ich beschlossen, alleine dem inneren Ruf zu folgen, der mich nun schon seit fünf bis sechs Jahren begleitet.
Kalkutta – die Stadt von Rabindranath Tagore, einem der bekanntesten Dichter und Schriftsteller Indiens. Die Stadt von Swami Vivekananda, dem ersten spirituellen Lehrer, der 1893 auf der Weltreligionskonferenz in Chicago sprach, ein Moment, der tiefen Eindruck in der westlichen Welt hinterließ und den Funken entzündete, der die Verbreitung des Yoga im Westen einleitete. Die Stadt von Mutter Teresa, einer Frau mit einem großen Herzen, die unvergessliche Spuren in Indien und in der Welt hinterlassen hat. Und schließlich die Stadt der Göttin Kali.
Die Göttin Kali ist eine der komplexesten und mächtigsten Figuren der hinduistischen Mythologie. Sie wird oft als Symbol für Transformation, Zerstörung und Wiedergeburt angesehen. Kali repräsentiert verschiedene Aspekte, die, obwohl sie scheinbar widersprüchlich erscheinen, zusammen den Kreislauf von Leben und Tod sowie die zerstörerische und schöpferische Natur des Universums veranschaulichen. Sie symbolisiert auch bedingungslose Liebe – jene Liebe, die jeder von uns in sich trägt und die reinigt, erneuert und transformiert.
Meine Seele hat mich dazu geführt, mich erneut mit den Energien von Mutter Indien sowie ihren bedeutenden Figuren und Göttinnen zu verbinden. Als ich das erste Mal nach Indien reiste, hätte ich nie gedacht, dass Yoga mein Leben so tief beeinflussen würde. Es wurde zu einem tiefen Ruf meiner Seele, die Liebe in mir selbst zu entdecken – eine Reise, ein Prozess, der vielleicht ein Leben lang dauert … vielleicht auch mehrere Leben. Wer weiß? Ein Lebensstil, der weit über die Matte hinausgeht. Es ist ein Weg, der mich vom Wissen zum Nicht-Wissen führt und mich immer wieder dazu einlädt, mehr zu fühlen und dem natürlichen Fluss des Lebens zu vertrauen.
All das klingt sehr romantisch, doch es ist nicht immer so einfach, weil wir letztlich aus Fleisch, Knochen und Emotionen bestehen. Doch wie uns das Yoga lehrt, haben wir alle die Möglichkeit, unser Bewusstsein zu erweitern und die Aufmerksamkeit nach innen zu lenken – denn dort geschieht alles. Manchmal kann es schmerzhaft sein, sich mit gewissen Dingen auseinanderzusetzen. Doch genau dort erinnert uns die Göttin Kali daran, dass wir die Kraft haben, alles zu transformieren. Manchmal ist es notwendig, metaphorisch zu sterben, um Wiedergeboren zu werden. Tatsächlich symbolisiert der Frühling, neben den Blumen und den schönen Farben, vor allem eines: Transformation und Wiedergeburt.
Mit dem Ende des Winters, der die ruhende Energie symbolisiert, und dem Beginn des Frühlings, der eine reinigende Kraft mit sich bringt, die viele auf einer tiefen körperlichen Ebene spüren, lade ich dich ein, dich mit folgenden Fragen auseinanderzusetzen: Welche Veränderungen wünschst du dir in deinem Leben? Welche Ängste möchtest du annehmen und integrieren? Was erhoffst du dir oder spürst du, dass in deinem Leben zum Vorschein kommen sollte?
Nimm dir Zeit, um dir diese Fragen in Stille zu stellen, und lass dich von den Zeichen leiten.
Meine Workshops, Einzelstunden und Retreats werden all diese Energien der Erneuerung tragen. Ich freue mich, dich dabei zu unterstützen, dein Bewusstsein und deine Intuition zu erweitern, dich auf dem Weg deines inneren Rufes zu begleiten und dir zu helfen, die Liebe, die in dir ist, zu finden.
In Liebe,
Maria Grazia